Die Immobilienwirtschaft stellt eine der wichtigsten Industrien weltweit dar. So entfallen rund 19% der Bruttowertschöpfung in Deutschland auf immobilienbezogene Wirtschaftsaktivitäten. In Europa sind es circa 17%. Zudem haben die meisten Länder mehr als die Hälfte ihres nationalen Investitionskapitals in

Immobilien investiert. Gleichzeitig verbrauchen Immobilien etwa 40 Prozent der zur Verfügung stehenden Energie, 30 Prozent der Rohstoffe, 20 Prozent des Wassers und 10 Prozent der Fläche. Die Verantwortung der Unternehmen innerhalb der Immobilienwirtschaft liegt somit auch darin, nicht nur den Bedarf adäquat zu decken, sondern Konzepte und Projekte so zu entwickeln, dass sie unter Betrachtung nachhaltiger Aspekte auch unserer Umwelt gerecht werden.

Die Entwicklung des eigentlichen Produktes, der Immobilie, das Development von Real Estate, stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar, da es sich um einen komplexen, interdisziplinären Prozess handelt (technisch, juristisch, wirtschaftlich), der sowohl kapital- als auch zeitintensiv ist. Unter Real Estate Development wird die Konzeption und Planung zur Erstellung, oder Revitalisierung von Immobilien bezeichnet, die auf einer Kombination der Faktoren Standort, Kapital und Projektidee beruht. Die Projektentwicklung besteht aus der Summe umfassender Leistungen und unternehmerischer Entscheidungen, von den notwendigen Untersuchungen, Planungen, Finanzierung, Grundstückserwerb, bauvorbereitenden Maßnahmen etc., die erforderlich sind, um ein Grundstück zu entwickeln, oder eine Bestandsimmobilie zu revitalisieren.

Der Verkauf des Real Assets, oder der Betrieb und das Halten im Bestand leitet in die nächste Phase über, das Real Estate Asset Management. Das Asset Management handelt dabei nach den Vorgaben des Portfolio Managements, um die Ziele des Eigentümers zu erfüllen.

Ein professionelles Management von Immobilien ist von essentieller Bedeutung, um deren Qualität und Wert zu maximieren und um für eine eventuell spätere Verwertung eine optimale Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erlangen. Während der Bewirtschaftungsphase werden durch eine aktive Planung, Steuerung, Umsetzung und Kontrolle wertbeeinflussende Maßnahmen ergriffen, um durch gezielte Handlungen entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses einer Immobilieninvestition den Wert der Immobilie steigern.

Asset Management ist das beherrschende Thema der immobilienwirtschaftlichen Fachöffentlichkeit seit Anfang 2006. Grund für diese beachtliche Entwicklung ist die dominierende Präsenz ausländischer Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt. Eine besondere Aufmerksamkeit verdient jedoch mit Sicherheit die Revitalisierung von Bestandsimmobilien, die eine Herausforderung für sowohl für das Development und das Asset Management darstellen und die Immobilienbranche in den nächsten Jahren beschäftigen werden. Die Eigentümer, oder Asset Manager sind gefordert, auf Basis von Markt- und Wettbewerbssituation oder Objektzustand die Sanierung der Gebäude sowie alternative Nutzungen zu analysieren und die rentabelste Option umzusetzen.

 

Forschung

Nicolas Seyler promoviert im Bereich Nachhaltigkeit der Immobilienwirtschaft. Als einer der Hauptverbraucher von Ressourcen sind Immobilien auch einer der zentralen Treiber des Klimawandels. Verstärkt wird dieser Effekt durch die lange Nutzungsdauer. Eine Vielzahl von Immobilien, die bis 2050 genutzt werden, wurden bereits heute gebaut. Es bestehen daher unzählige Effizienzprobleme, aber auch gleichzeitig enorme Einsparpotentiale, welche bisher noch nicht realisiert worden sind.

 

Lehre

  • BSc-Module: Real Estate Principles
  • MSc-Module: Advanced Real Estate Management, Real Estate Development
  • Executive Education: Intensivstudium Immobilien Asset & Risiko Management
  • Executive Education: Intensivstudium Immobilien Development

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QUICK-INFOS

Ansprechpartner

Prof. Dr. Kerstin H. Hennig
Head of EBS Real Estate Management Institute

Lebenslauf

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Fax: +49 611 7102 2685